Die meisten Leute schenken ihrem Schlaf zu wenig Aufmerksamkeit. Es herrscht immer noch der weitverbreitete Gedanke, unter anderem auch durch „Youtube-Fitness-Szene“ vermittelt, dass man verpassten Schlaf in der Woche durch „Ausschlafen“ am Wochenende nachholen kann. Dieser Schlaf ist aber durch nichts nachzuholen!!!

Allein eine Nacht „schlechter Schlaf“ lässt sich mit Hilfe der Hautfaltenmessung aufzeigen. Nichts ist wichtiger und entscheidender als guter Schlaf, sowohl für deine geistige als auch körperliche Leistungsfähigkeit.

Bekanntermaßen haben hart trainieren und gesund essen einen positiven Effekt. Wer jedoch spät ins Bett geht und keine Nacht mehr als sechs Stunden schläft, verschenkt unweigerlich Fortschritt. Es kann durchaus möglich sein, dass da der Muskelaufbau kurzfristig mal funktionieren mag, aber auf lange Sicht wird sich der gewünschte Erfolg nicht einstellen.

 

Wie pflegt Wolfgang Unsöld immer zu sagen: Guter Schlaf ist durch nichts zu ersetzen! DURCH NICHTS
Was macht guten Schlaf messbar?

3 Dinge sollten erfüllt sein:
1. Du gehst vor 23 Uhr Schlafen und schläfst innerhalb von 5 Minuten ein.
2. Du schläfst DURCH! Keine Toilettengänge!
3. Du wachst zwischen 6 und 8 Uhr auf und bist sofort da, ERGO: LEISTUNGSFÄHIG UND WACH.

 

Aus meinen Erfahrungen weiß ich,dass der Normalzustand in etwa so aussieht:

  • Die meisten Leute brauchen 1 Stunde , um einzuschlafen
  • Gehen nachts NUR zweimal zur Toilette
  • Morgens gilt die goldene Regel #butfirstcoffee, um HALBSWEGS bereit für den Tag zu sein

 

Was mich dabei am meisten stört , ist, dass viele diesen „Zustand“ als Tatsache hinnehmen und meine 5 Minuten zum Einschlafen, Durchschlafen und morgens fit sein werden als Utopie angesehen.

 

Interessanterweise nehmen wir aber nicht alles so hin, warum dann aber unseren körperlichen Zustand? Wenn dein geliebtes Smartphone Zicken macht, akzeptierst Du das oder wird es eingeschickt und gegen ein neues getauscht?
Wenn dein Auto einen Platten hat, akzeptierst Du das als Fakt und fährst weiter oder wechselst Du den Reifen so schnell wie möglich ,um wieder gut und sicher weiterzufahren? Interessanterweise werden also Probleme an Gegenständen weniger akzeptiert als die „Probleme“ im eigenen Körper? #strangefirstworld

Morgenmüdigkeit und Schlafprobleme sind weit verbreitet, der Kaffee am Morgen ist sicherlich nicht verkehrt, jedoch maskiert er nur das Symptom und behandelt nicht die Ursache.

 

Mein Go-to-Guide für einen erholsamen Schlaf

 

 

  1. Iss Kohlenhydrate zum Abendessen!

Kohlenhydrate fördern die Produktion des Neurotransmitters Serotonin. Serotonin macht glücklich und entspannt. Weiterhin ist Serotonin der Vorläufer von Melatonin, das Hormon, welches dir hilft , in den Tiefschlaf zu kommen
Dabei solltest du die Menge jedoch deinem Körperfettanteil, deiner körperlichen Aktivität anpassen. Insbesondere für Menschen, die unter einem hohen Stresslevel leiden, macht es also Sinn, Kohlenhydrate aus den oben genannten Gründen zu konsumieren.

 

  1. Konsumiere ein qualitativ hochwertiges Magnesium!

 

Magnesium ist ein Mineral, das an über 350 enzymatischen Vorgängen im Körper beteiligt ist. Unter anderem ist Magnesium an folgenden Vorgängen von großer Bedeutung: Weiterleitung von Nervenimpulsen, Muskelaktivität, Herzfunktion, Temperaturregulation, Entgiftungsvorgänge, Umbauprozesse der Knochen und Insulinsensitivität.

Unabhängig davon, wie gut deine Ernährung ist, wirst du es kaum schaffen, genug Magnesium über die Nahrung zu dir zu nehmen, wie du tatsächlich brauchst. Grund dafür ist u.a. die industrielle Landwirtschaft, moderne Zubereitungsmethoden und nährstoffarme Böden. Ein hochwertiges Magnesiumpräparat ist nicht zu vergleichen mit den Brausetabletten aus der Drogerie. Im Regelfall handelt es sich hierbei um ein Magnesiumoxid, was durch eine schlechte Bioverfügbarkeit besticht und bei erhöhten Mengen zu Durchfall führt.

Für jedes Szenario bzgl. Schlafproblemen gibt es auch eine entsprechende Form des Magnesiums, die hilfreich ist.

Sofern du Probleme beim Einschlafen hast, empfiehlt es sich Magnesium L-Threonat zu konsumieren, was sowohl den Neurotransmitter GABA stimuliert als auch die kognitive Leistungsfähigkeit verbessert. Sollte das Problem der Tiefschlaf sein, kann Magnesium-Bisglycinat Abhilfe schaffen. In dem Fall kann ich dir Magnesium Komplex ans Herz legen.

Ein weitere Magnesiumform, welche ich nicht mehr missen möchte, ist das Magnesiumorotat. Diese Variante ist vorrangig dafür verantwortlich, Muskelzellen zu regenerieren sowie Stress abzubauen.

Es gibt noch viele weitere Formen, die ich abhängig von Ziel und Status meiner Klienten nutze.

 

  1. Reduziere elektromagnetische Strahlung (EMR)!

 

Hierbei gilt es einfach Grundregeln zu beachten:

 

  1. WLAN ausschalten – du brauchst nachts kein WLAN
  2. Handy ausschalten (Flugmodus ist nicht ausschalten)
  3. Funkwecker durch konventionellen Wecker ersetzen
  4. Keine elektronischen Geräte im Schlafzimmer

 

Laut Dr. med. Dietrich Klinghardt, Gründer des Instituts für Neurobiologie in Glottertal bei Freiburg – INK – ist Elektrosmog die  wichtigste toxische Belastung unserer Zeit und wird massiv unterschätzt.

 

  1. Kein Medienkonsum 60min vor dem Schlafengehen!

 

Jeglicher Medienkonsum elektronischer Geräte sorgt durch das von Displays abgegebene Blaulicht für eine Verwirrung unseres Gehirns. Weil das Blaulicht dem Gehirn Sonnenlicht suggeriert, kommt das zentrale Nervensystem (ZNS) nicht zur Ruhe. Ein Blaulichtfilter ist empfehlenswert. Der Verzicht von elektronischen Geräten unmittelbar vor den Augen ist die deutlich bessere Lösung.
Weiterhin ist es nützlich, wenn du alle Lichtquellen aus deinem Schlafzimmer verbannst. Schon das kleinste bisschen Licht kann deine Melatonin Produktion unterbrechen. Tests haben ergeben, dass das Licht von einem Laserpointer in die KNIEKEHLE reicht, um den Schlaf entscheidend zu stören.

 

  1. Entwickle eine Abendroutine!

 

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Diese Floskel stimmt ausnahmsweise tatsächlich. Durch eine immer gleiche Routine 30-60min vor dem Schlafengehen bereiten wir unseren Körper physisch und psychisch darauf vor, die Stoffwechselvorgänge runterzufahren und zu entspannen. Unser Biorhythmus ist evolutionsbedingt darauf programmiert, mit Sonnenuntergang zur Ruhe zu kommen und bei Sonnenaufgang aufzustehen. Die modernen Arbeitszeiten machen den meisten Menschen einen Strich durch die Rechnung. Trotzdem kann man durch eine tägliche Abendroutine den Körper darauf einstellen, schneller zur Ruhe zu kommen und früher in die Tiefschlafphase einzutauchen.  Die Abendroutine kann das Lesen eines guten Buches sein oder die Pflege eines Dankbarkeitstagebuches.

 

  1. Gehe spätestens 23 Uhr ins Bett, bestenfalls vor 22:30Uhr!

 

Diese simple Vorgabe scheint für die meisten Menschen keine große Bedeutung zu haben. Ihre Ausrede ist dann, dass sie sowieso bis 08 Uhr schlafen, wenn sie um 01 Uhr ins Bett gehen und so auf ihre 7 Stunden kommen. Das Problem besteht darin, dass wichtige Entgiftungsvorgänge ab 23 Uhr stattfinden und diese ihre optimale Wirkung nicht entfalten können, wenn wir zu dieser Zeit noch wach sind. In diesem Fall können sich deine Nebenniere sowie deine Vesikel im Gehirn nicht vollständig regenerieren, die für geistige und körperliche Leistungsfähigkeit entscheidend sind. Gerade in der heutigen Zeit bedarf es einer erhöhten Achtsamkeit für die Nebenniere.

 

Wichtig bei der Implementierung dieser sechs Tipps ist die Nachhaltigkeit der Gewohnheiten. Sie sollten stufenweise in den Alltag aufgenommen werden, sodass sie zu Ritualen werden, deren Einhaltung keinen besonderen Aufwand benötigt.

 

Lieber eine gute Lösung, die langfristig implementiert wird, als eine sehr gute Lösung, die schwer umsetzbar ist und nach kurzer Zeit wieder aufgegeben wird!

 

In diesem Sinne wünsche ich einen erholsamen Schlaf, der nicht nur auf sportlicher Ebene mehr Erfolg generieren wird.