Grundsätzlich stellt sich zunächst die Frage: Brauchen wir überhaupt Nahrungsergänzungen?  Ein Blick in unseren Alltag genügt, um aufzuzeigen, dass dort eklatante Missstände bestehen.

Der Nährstoffbedarf für uns Menschen wird durch unseren stressigen Alltag immer größer. Ständige Erreichbarkeit, Handy, Email, WLAN, Straßenverkehr, Termindruck auf der Arbeit – alle diese Faktoren zehren an unseren Reserven. Stressbedingtes Cortisol bedarf einer Reihe an Nährstoffen, um verstoffwechselt zu werden.

Erschwerend kommt hinzu, dass parallel zu dem erhöhten Nährstoffbedarf unseres Körpers die Qualität von vermeintlich nährstoffhaltigen Lebensmitteln (Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch) immer schlechter wird. Eben jene Tatsache wird durch verschiedene Studien auch belegt.  Um ein paar Beispiele anzuführen: Äpfel enthalten 41% weniger Vitamin, Paprika 31% weniger Vitamin und Brokkoli 50 % weniger Eisen als noch vor ein paar Jahrzehnten. Was sind die Ursachen dafür?
Zu den Gründen zählen unter anderem unreif geerntete Früchte, UV Bestrahlung während der langen Transportwege sowie zu lange Lagerzeiten. Hinzu kommt, dass die Böden sich nur noch schwer erholen können, wodurch sie weiter an Nährstoffen verlieren.

Der amerikanische Mediziner Al Sears konstatiert, dass man heute 10x so viel Obst und Gemüse konsumieren müsse wie vor 50 Jahren, um die gleiche Menge an Vitaminen und Mineralstoffen zuzuführen. Allein schon aus diesen Gründen macht es Sinn, ein gutes Multivitaminpräparat zu verwenden. Jedoch ist das beileibe nicht das einzige Nahrungsergänzungsmittel, was ich meinen Klienten empfehle:

Hier eine Übersicht über die Produkte, mit denen ich auch selbst täglich arbeite, und die die Basis bilden sollten:

  1. Multikomplex

Eben jenes Multikomplex weist eine Vielzahl von positiven Eigenschaften auf. Es enthält 32 hochwertige Vitamine; Mineralien, Spurenelemente und Mikronährstoffe bilden die Inhaltsstoffe des MultiKomplexes.

Ein Vorteil gegenüber vergleichbaren Produkten ist die Qualität und Auswahl qualitativ hochwertiger Formen von Nährstoffen mit der höchsten Bioverfügbarkeit. So setzt sich der MultiKomplex unter anderem aus Myo-Inositol (B Vitamin), Magnesiumbisglycinat sowie Vitamin B12 aus der Chlorella Alge zusammen. Zusätzlich ist eine antimikrobielle Grundversorgung durch Knoblauchextrakt gegeben, wodurch Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze und Hefen bekämpft werden. Die Basis-Dosis an Chlorella (vulgaris und pyrenoidosa) hilft dabei, Schwermetalle wie beispielsweise Quecksilber aus dem Körper auszuleiten.

  1. Vitamin D

In einem stressigen Alltag zwischen Beruf, Familie und der Herausforderung, auf seine eigene Gesundheit zu achten, haben wir oftmals nicht die Möglichkeit, ausreichend Sonne zu tanken. Das Vitamin D–Council aus den USA rät zu mindestens 5.000 Einheiten Vitamin D3 am Tag, um einen gesunden Vitamin-D-Haushalt herzustellen und zu halten. Es empfiehlt sich daher, den restlichen Bedarf mit einem hochwertigen Präparat auszugleichen, falls der eigene Alltag eine Vitamin D Zufuhr in dieser Höhe nicht ermöglicht.

Ich verwende in dem konkreten Fall einen Vitamin D/K Komplex, denn eine zu hohe Zufuhr von Vitamin D ohne Vitamin K führt zu einer Calzifizierung.

Grundsätzlich hat der Vitamin-D-Haushalt einen essentiellen Einfluss auf eine gute Gesundheit und beeinflusst viele verschiedene Prozesse in deinem Körper. Des Weiteren sind alle Leberenzyme Vitamin D3 abhängig.

Das Wachstum von Muskelfasern und Muskelzellen wird durch ein gesundes Vitamin-D-Level begünstigt. Bei Sportlern konnte ein starker positiver Effekt durch Vitamin D auf die Sprungkraft, Maximalkraft und Schnellkraft beobachtet werden. Die Verletzungs-rate kann bei gesunden Vitamin-D-Werten nachweislich minimiert werden und die Regenerationszeit nach körperlichen Anstrengungen wird verringert.

Mit einem optimalen Vitamin-D-Spiegel schlafen wir besser, fühlen uns am Morgen ausgeruhter und sind den Tag über entspannter und ausgeglichener. Die Vitamin-D-Rezeptoren in den Zellen unseres Hirnstammes regulieren und beeinflussen unseren Schlaf. Ein intakter Vitamin-D-Spiegel führt zu einer höheren Produktion von körpereigenen Abwehrstoffen und stärkt so das Immunsystem.

  1. Magnesium

Magnesium ist im Körper allgegenwärtig und an über 350 Stoffwechselprozessen beteiligt. Besserer Schlaf, mehr Drive im Training und Alltag sind nur zwei von unzähligen positiven Effekten von Magnesium.

Daher ist es wichtig  ein hochwertiges Magnesium zu konsumieren. Achte dabei stets auf die Form des Magnesiums, Endungen auf „-id“ wie Magnesiumoxid oder Magnesiumchlorid haben eine geringere Absorptionsrate bzw. schlechtere Bioverfügbarkeit im menschlichen Körper. In zu hoher Dosis führen sie zu Durchfall.

Magnesiumarten die auf „-at“ enden wie z.B. Magnesiumcitrat, Magnesiummalat oder Magnesiumbisglyzinat haben eine höhere Absorptionsrate und somit einen größeren Effekt.  Weiterhin  erhöht Magnesium  deine Testosteronwerte, macht dich stärker und erhöht deine Proteinsynthese sowie  wirkt entzündungshemmend, stärkt deine Knochen und verbessert sogar die Insulinsensitivität.

Doch wie so oft ist die Wahl des richtigen Magnesiums entscheidend, denn nicht jedes Magnesium wirkt gleich und wird von verschiedenem Gewebe resorbiert.

  • Magnesiumbisglycinat  – vor dem Schlafen gehen -> steigert die Leberfunktion und reduziert Cortisol
  • Magneisumaspartat – vor dem Schlafen gehen -> bei Muskelkrämpfen
  • Magnesium L-Threonate – vor dem Schlafen gehen -> erhöht GABA und sorgt somit für Entspannung

Um Aufschluss darüber zu geben, ob Missstände vorliegen, bietet die Hautfaltenmessung eine gute Möglichkeit.

Viel Erfolg beim Optimieren deines Mineralienhaushaltes.